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Um auch am Arbeitsplatz eine offene Aussprache gewährleisten zu können, muss das Spektrum der Kommunikation erweitert werden. Hier dürfen Ängste keinerlei Rolle mehr spielen. Es braucht den unbedingten Willen, einander zu begegnen, ohne negative Konsequenzen. Reibungen und vorübergehende Disharmonien müssen ausgehalten werden, bis es eine Klärung gibt. Und für diesen zeitlichen Zwischenraum braucht es das Vertrauen, dass sich alles verändern lässt.

Und da sind wir wieder bei dem Schlüsselwort, das Sie auf meiner Seite schon so oft gelesen haben: Vertrauen.

Mit Vertrauen zum Erfolg

Das ist der Weg, der in einem Unternehmen Teams schafft, die sich ergänzend sehen. Jeder ist mit seinen Gaben und Potentialen wichtig. Synergieeffekte führen zum langfristigen Erfolg. Hierarchische Strukturen, die sicherstellen sollen, das nichts aus dem Ruder läuft, sind überflüssig, wenn Vertrauen gewährleistet ist. Vertrauen darin, dass die untergebenen Mitarbeiter ihre Kompetenzen nicht überschreiten, sich an die Regeln halten, schlicht Repekt üben. Andersherum ist das Vertrauen wichtig, dass die Arbeitsstelle nicht in Gefahr ist, nur weil man auch nur den Fehler zugegeben hat, etwas von den Anweisungen des Vorgesetzten nicht verstanden zu haben. Das Nicht-Verstehen gehört zum Menschsein dazu. Verstehen entsteht erst mit der offenen Kommunikation. Ich lade Sie ein, diese in einem geschützten Rahmen zu üben. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Doch am Anfang steht eine Entscheidung.

Eine Studie zur Bestärkung

Es gibt schon seit Jahren eine Studie von KPMG, die die Kosten eines ungelösten Konflikts in einem Unternehmen beleuchtet. Das Ergebnis ist alarmierend im Sinne dieses Wortes. Jedes Unternehmen sollte sich fragen, wofür es Geld auszugeben bereit ist: Für die ständige Einarbeitung neuer Kollegen, die an einer bestimmten Führungskraft scheitern o d e r für einen aussenstehenden Mediator, der sich einmal mit den Themen, die in dem bestehenden Team so brodeln, befasst, mit jedem Teammitglied individuell den eigenen Beitrag beleuchtet und verändert. Die Veränderung einer der Stellschrauben führt zu einer Veränderung im Ganzen. Das ist bekannt.

Die Ausgangsfrage ist nur oft: Wer ist es ? Wer ist ‚schuld‘? Wen kann ich belangen ? Hauptsache niemand merkt meine Unsicherheit. Es könnte meiner Karriere schaden, wenn ich mich nicht in Höchstleistungsform präsentiere.

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